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Accessio AG

Das Geschäftsmodell der Kundenakquise der Accessio AG gleicht sich in allen der Kanzlei vorliegenden Fällen: Attraktive Konditionen führen zur Eröffnung eines Tagesgeldkontos – kontoführende Stelle ist in den meisten Fällen die DAB-Bank. Kurz nach der Eröffnung werden die Anleger telefonisch durch die Berater der Accessio AG kontaktiert und mit dem Versprechen einer sicheren Kapitalanlage bei gleichzeitig hoher Rendite zum von tatsächlich hochspekulativen und hochrisikobehafteten Unternehmensanleihen sowie Zertifikaten überredet. Eine Risikoaufklärung oder Offenlegung der gezahlten Innenprovisionen findet in der Regel nicht statt. Ebensowenig wird über die Verflechtungen informiert, die zwischen der Muttergesellschaft Accessio AG und vielen der Unternehmen bestehen, von denen Anleihen und/oder Zertifikate vermittelt werden. Gleiches gilt für den Investmentfonds Adviser II: Viele der Unternehmen, die sich im Portfolio wiederfinden, sind personell oder kapitalmäßig mit der Accessio AG verbunden. Darüber hinaus werden viele der im Portfolio enthaltenen Produkte den Anlegern zusätzlich gesondert angeboten, was eine Risikostreuung verhindert.

Die aggressiven Platzierungsmethoden des Wertpapierhandelshauses sind auch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nicht unbekannt geblieben; diese reagierte im Frühjahr 2009 und entzog die Erlaubnis zur Durchführung des Platzierungsgeschäfts und von Finanzdienstleistungen; das Verwaltungsgericht Frankfurt hat diesen Entzug zunächst im Eilverfahren gestoppt; eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht aber noch aus.
Die Kanzlei vertritt zahlreiche geschädigte Anleger und wird gegen die Accessio AG und deren Verantwortliche Schadensersatzklagen bei Gericht einreichen.

Artemis Financial

Die Aufsichtsbehörden in Frankreich, Österreich und Norwegen warnen vor der Gesellschaft, die unverlangt Bürger anruft und angeblich günstige Aktien anbietet. Die Fa Artemis verfügt über keine Erlaubnis für solche Geschäfte und die telefonische Anbahnung.

Beate Uhse AG - Anleihe

Die Beate Uhse AG hat die Gläubiger der Anleihe 2014/2019 (ISIN: DE000A12T1W6 / WKN: A12T1W) am 08.06.2016 zur ersten Gläubigerversammlung eingeladen. Hintergrund ist die Restrukturierung der Anleihe. Neben der Laufzeit sollen auch die jährlichen Zinszahlungen zu Lasten der Gläubiger nach unten korrigiert werden.

Die Kanzlei MATTIL beabsichtigt selbst für das Amt des gemeinsamen Vertreters zu kandidieren und bietet den Anleihegläubigern die kostenlose Vertretung im Rahmen der anstehenden Gläubigerversammlung an.

Wir vertreten eine Vielzahl von Anleihegläubigern sowohl individuell, als auch kollektiv als gemeinsame Vertreter. Die Kanzlei MATTIL verfügt über eine langjährige Expertise im Kapitalanlagerecht sowie im Insolvenzrecht, weshalb wir auch in mehreren (vorläufigen) Gläubigerausschüssen vertreten sind, so beispielsweise im Insolvenzverfahren der German Pellets GmbH. Für Rückfragen stehe Ihnen Rechtsanwalt Sascha Borowski zur Verfügung.

Die Vollmacht für Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger finden Sie  hier...

Benchmark Opportunitas Turbo Hebel-Indexzertifikate

Anleger, die Anteile des „Commerzbank AG Benchm.Opp.Index Zt. (05/09v.)“ mit der ISIN DE000CB1C4S9 erworben haben, können Ansprüche gegen die Emittentin auf Kaufpreiszahlung und aus Prospekthaftung geltend machen.
Im Prospekt ist den Anlegern ein Andienungsrecht eingeräumt, das Ihnen einen Anspruch gegen die Emittentin auf Zahlung des zum Stichtag zu berechnenden Kaufpreises gibt. Die verpflichtete Emittentin beruft sich zur Begründung ihrer Zahlungsverweigerung ebenfalls auf den Prospekt und eine angeblich bestehende Marktstörung, die eine Berechnung unmöglich macht.
Bei der entsprechenden Klausel in den Zertifikatebedingungen handelt es sich aber um eine Klausel, die für den Anleger überraschend ist und ihn darüber hinaus unangemessen benachteiligt, sodass die Klausel nicht den rechtlichen Anforderungen an AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) entspricht und damit unwirksam ist. Daraus resultiert auch ein Prospektfehler, der den Anleger zur Schadensersatzleistung berechtigt.
Die Kanzlei Mattil & Kollegen bereitet entsprechende Klagen für geschädigte Anleger vor.

BkmU Bank AG

Über das Vermögen der BkmU Bank AG in Berlin wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Hartwig Albers in Berlin bestellt.
Die Bank ist zahlungsunfähig. Ca. 2.133 Gläubiger haben Forderungen in Höhe von mehr als 273 Mio. € angemeldet.
Das Insolvenzverfahren wurde am 31. August 2002 unter dem Aktenzeichen 101 IN 2398/02 eröffnet. Die Bank hatte bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens Inhaberschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 24.557.949,60 € ausgegeben. Mit Bescheid vom 26. April 2002 wurde die Erlaubnis der BkmU Bank zum Betreiben von Bankgeschäften durch das Aufsichtsamt aufgehoben. Am 6. Mai 2002 war bereits ein Moratorium erlassen worden. Die Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken (EDB) sichert nur sogenannte Einlagen (z. B. Sparbriefe, Termingelder und Kontoguthaben) bis zu einem Höchstbetrag von 20.000,00 €. Inhaberschuldverschreibungen, Aktien u. a. unterliegen nicht der Einlagensicherung. Schadensersatzansprüche können beim Insolvenzverwalter zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Kunden erheben massive Vorwürfe gegen die Verantwortlichen des Bankinstituts. Ob Ansprüche geschädigter Anleger gegen die Verantwortlichen persönlich geltend gemacht werden können, wird von der Kanzlei geprüft.

ETF (exchange traded funds)

Exchange Traded Funds oder kurz ETF sind Investmentfonds, die direkt über die Börse erworben werden können. Die Fonds bilden einen bestimmten Index ab, womit gewährleistet sein soll, dass sich der Fonds parallel zum Index entwickelt.

 

Alle ETF’s werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Im Gegensatz zu einem Zertifikat (Schuldverschreibung) sind ETF’s angeblich vom Vermögen der Verwaltungsgesellschaft getrennte Sondervermögen. Für Anleger bedeutet dies, dass ihr investiertes Kapital im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist. Daher besteht kein Emittentenrisiko.

 

Da der Fonds die Entwicklung eines bestimmten Index nachvollziehen soll, stecken also z.B. in einem DAX-ETF immer genau die Aktien, die auch Mitglied im DAX sind. Steigt der DAX um 1 %, steigt auch der DAX-ETF um 1 %.

Allerdings gab es auch schon Kursentwicklungen, die dem tatsächlichen Basiswert nicht entsprachen. Im September 2015 sackten die Anteilspreise dutzender ETF-Fonds viel stärker ab als die der einzelnen Aktien, die sie abbilden (siehe FAZ vom 19.09.2015, Seite 26). Der BlackRock iShares Select Dividende ETF war um 35 % gefallen, die Kurse der Aktien in dem Fonds jedoch nur um durchschnittlich 2,7 %.

 

Nach Kenntnis der Kanzlei Mattil wurde dieser Vorgang nicht weiter untersucht, geschweige denn aufgeklärt.

German Pellets GmbH

Die Kanzlei Mattil & Kollegen vertritt Gläubiger der German Pellets GmbH. Die inzwischen insolvente German Pellets GmbH hat insgesamt 3 Anleihen (mit einem Volumen von über 200 Mio. €) sowie Genussrechte (mit einem Volumen von über 35 Mio. €) ausgegeben.

Wir raten allen Anleihegläubigern, ihre Rechte aktiv wahrzunehmen; insbesondere durch die Wahl eines gemeinsamen Vertreters, der ihre Interessen im Insolvenzverfahren vertritt. Der gemeinsamen Vertreter wird aus der Insolvenzmasse bezahlt wird. Gerne vertreten wir Ihre Interessen in den anstehenden Gläubigerversammlungen in Wismar und prüfen darüber hinaus weitergehende Ansprüche.

Unsere Kanzlei vertritt seit über 20 Jahren die Interessen von Anlegern auch in Insolvenzverfahren. Sowohl Rechtsanwalt Mattil, als auch Rechtsanwalt Borowski sind bereits gemeinsame Vertreter in anderen Insolvenzverfahren und haben sich stets für eine transparente und umfassende Begleitung der Insolvenzgläubiger stark gemacht.

Die Vollmacht für Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger finden Sie hier...

Unterlagen zur Anmeldung für die Gläubigerversammlungen finden Sie auch unter: https://german-pellets.insolvenz-solution.de/Dokumente, die Sie uns gerne ausgefüllt und handschriftlich unterzeichnet im Original überlasse können. 

Bitte beachten Sie, dass allein eine Registrierung bei der Insolvenzverwaltung nicht ausreicht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an RA Borowski borowski(@)mattil.de, per Fax: 089 24293865 oder per Telefon an: 089 242938-68 oder -18.  

Die aktuellen Entwicklungen:

 

Insolvenzverfahren über das Vermögen der German Pellets Genussrechte GmbH

Herr Rechtsanwalt Dr. Sven-Holger Undritz (von der Kanzlei White & Case) wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Schwerin (Insolvenzgericht) zum vorläufigen Insolvenzverwalter der German Pellets Genussrechte GmbH bestellt. Die German Pellets Genussrechte GmbH hat nach eigenen Angaben 50 Mio. € Genussrechtskapital eingesammelt.

 

ARD plus minus, RA Mattil zur Insolvenz von German Pellets

Rechtsanwalt Peter Mattil im Interview zu German Pellets, klicken Sie hier

Zum Beitrag: Hohe Verluste statt Top-Rendite bei Mittelstandsanleihen klicken Sie hier

 

Vorläufiger Gläubigerausschuss

Herr Sascha Borowski, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, von der Kanzlei Mattil & Kollegen wurde vom Insolvenzgericht (Amtsgericht Schwerin) zum Mitglied des vorläufigen Gläubigerausschusses bestellt. Herr Borowski vertritt dort die Interessen der Anleihegläubiger (Kapitalanleger).

 

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Die Staatsanwaltschaft Rostock prüft aufgrund einer Anzeige, ob ein Anfangsverdacht wegen Unterschlagung bestehe.

Interview: WismarFM im Gespräche mit Rechtsanwalt Borowski

Zum Interview klicken Sie hier...

 

Rechtsanwältin Schmudde wird vom Insolvenzgericht als vorläufige Insolvenzverwaltern bestellt

Das Amtsgericht Schwerin ist dem Antrag auf Eigenverwaltung (von der Gesellschaft am 10.02.2016 gestellt) nicht gefolgt und hat mit Beschluss vom 10.02.2016 Frau Rechtsanwältin Schmudde als vorläufige Insolvenzverwalterin eingesetzt, die sich nun einen Überblick über die Lage des Unternehmens verschaffen wird.

 

Das Amtsgericht Schwerin (Insolvenzgericht) lehnt Eigenantrag ab

Die German Pellets GmbH hat am 10.02.2016 einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Schwerin gestellt und zugleich die Eigenverwaltung beantragt. Seit Januar sank der Kurs der Anleihen und notierte z.T. bei unter 10 %. 

Die German Pellets GmbH hatte noch für den 10.02.2016 eine Gläubigerversammlung der Anleihegläubiger (Anleihe 2011/16), die zum 01.04.2016 fällig wird, einberufen, um über die Verlängerung der Laufzeit der Anleihe abzustimmen. Zu dieser Abstimmung kam es nicht mehr, da die Gesellschaft am 09.02.2016 mitteilte, dass die Gläubigerversammlung nicht stattfinde.

Genussscheine der Auer von Welsbach Gruppe (AvW)

Die Auer von Welsbach Gruppe mit Sitz in Krumpendorf am Wörthersee in Österreich besteht seit 1991. Es handelt sich bei ihr um eine Beteiligungsgesellschaft, deren Geschäftsmodell die strategische Beteiligung an kleinen und mittelständischen Unternehmen und Immobilien ist.
Seit dem Jahr 1995 vergibt die AvW sogenannte Substanzgenussscheine, deren Inhaber durch Genussrechte am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens partizipieren. Es bestehen für die Inhaber der Genussscheine jedoch weder Mitspracherechte noch ein Anspruch auf Dividendenzahlungen. Von Anlegerschützern wird dieses Genussscheinmodell seit Jahren wegen seiner Intransparenz kritisiert. Will ein Anleger die Genussscheine veräußern, so ist er darauf angewiesen, dass die AvW Gruppe diese zurücknimmt oder dass er einen anderen Abnehmer für die unter anderem im Frankfurter Freiverkehr gelisteteten Papiere findet.
Seit dem 22.10.2008 ist dem Vorstand der AvW Invest AG, einer Tochter der AvW Gruppe, durch die österreichische Finanzmarktaufsicht ein Wirtschaftsprüfer als Regierungskommissär beigestellt, um Gefahren für die finanziellen Belange der Kunden abzuwehren. Notwendig wurde diese Maßnahme, nachdem ein Prokurist der AvW-Gruppe unter bislang ungeklärten Umständen einen Schaden von, nach Unternehmensangaben, mindestens 50 Millionen Euro verursacht hat. Der Prokurist, der inzwischen entlassen wurde, hat anscheinend geheime Transaktionen durchgeführt, um Nachschussverpflichtungen zu verstecken.
Den Schaden haben derweil die ca. 12.000 Anleger, die auf ihren Genussscheinen sitzen bleiben und nur hoffen können, dass den Beschwichtigungen des Gründers und Vorstandsvorsitzenden der AvW, Dr. Wolfgang Auer von Welsbach, dass die Lage nicht existenzbedrohend sei, Glauben geschenkt werden kann. Dies kann jedoch bezweifelt werden, nachdem die AvW Gruppe noch am 17.10.2008, fünf Tage, bevor der Regierungskommissär bei der AvW Invest AG eingesetzt wurde, behauptete, die AvW Invest AG sei nicht betroffen. Jedenfalls hat die AvW-Gruppe bereits verlautbaren lassen, dass sie zurzeit keine Liquidität mehr habe und daher der Genussscheinrückkauf bis Ende 2008 eingestellt sei. Die AvW-Gruppe ist somit de facto zahlungsunfähig. Ob die Verhandlungen mit Banken über einen Überbrückungskredit für den finanziellen Engpass, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise, zu einem Erfolg führen, bleibt abzuwarten.
Bei der Kanzlei Mattil & Kollegen haben sich inzwischen erste besorgte Kleinanleger gemeldet. Die Kanzlei prüft nun, wer für den Schaden zur Verantwortung gezogen werden kann. Neben dem hauptverantwortlichen Prokuristen kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Geschäftsführung ein Organisations- bzw. Überwachungsverschulden trifft, wenn es möglich ist, dass eine einzelne Person das Vier-Augen-Prinzip umgeht und allein Schäden dieses Ausmaßes anrichtet. Zudem werden Strafanzeigen vorbereitet.

Global Swiss Capital AG

Die Gesellschaft, die vorwiegend an deutsche Anleger Inhaberschuldverschreibungen veräußerte, hat Insolvenz angemeldet. Als sogenannte Zahlstelle trat eine Firma namens Alfa Vermögensplanung GmbH in Hannover auf. 
Die Kanzlei Mattil, die ein Büro in der Schweiz unterhält, prüft Ansprüche in jede Richtung.

Griechenland Anleihen

Hier sind verschiedene Fallgruppen zu unterscheiden - erfolgte der Kauf vor Erkennbarkeit der Griechenland-Krise (vor Oktober 2009) oder danach, ging dem Erwerb eine Anlageberatung voraus oder erfolgte der Kauf aus Eigeninitiative des Anlegers; es kommen verschiedene Anspruchsgegner und diverse Anspruchsgrundlagen in Betracht.

 

So dürfte der Zwangsumtausch rechtlich nicht haltbar sein; die den Anleihen in rechtlicher Hinsicht zugrundeliegenden Anleihebedingungen stellen private vertragliche Vereinbarungen dar, die nicht per Gesetz zu Lasten der einen Partei geändert werden können. Zudem dürfte das "Schuldenschnittgesetz" Griechenlands nicht mit europäischem Gemeinschaftsrecht vereinbar sein. Für all dies ist der griechische Staat haftbar zu machen. Auch die Europäische Zentralbank steht in der Verantwortung, da sie sich einen gravierenden Vorteil vor den privaten Investoren verschafft hat. Daneben stehen Ansprüche aus Schadensersatz wegen Falschberatung im Rahmen von Anlageberatung und -vermittlung im Raum.

 

Es lohnt sich für jeden Anleger, seine Ansprüche durch eine Fachkanzlei für Kapitalmarktrecht prüfen zu lassen.

Infinus/Future Business

Kontaktbogen für geschädigte Anleger.

 

Aus der Infinus-/Fubus-Finanzgruppe sind inzwischen 18 Unternehmen von der Insolvenz betroffen. Das jüngste Insolvenzverfahren richtet sich nun gegen die Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und hat zahlreiche Firmenkonten gesperrt sowie die Räumlichkeiten der Finanzgruppe bereits durchsucht. Auch diverse Vermögenswerte, darunter u.a. Bankguthaben und Luxusautos, wurden sichergestellt. Die verantwortlichen Geschäftsführer sitzen nunmehr in Untersuchungshaft. Im Raum steht ein Schaden von rund 1 Mrd. Euro, um den die Anleger betrogen worden sind. Der in mehreren Insolvenzverfahren bestellte Insolvenzverwalter Kübler geht in seiner neuesten Nachricht von rund 40.000 betroffenen Anlegern aus.

 

Wenn auch Sie bei der Future Business KGaA, Prosavus AG (vormalige Future Business PLUS AG), ecoConsort AG, valueConsort AG (vormals Consort AG) angelegt haben, dann melden Sie sich umgehend bei uns schriftlich, per E-Mail (mattil(@)mattil.de) oder auch gern telefonisch. Wir vertreten bereits zahlreiche geschädigte Anleger und prüfen derzeit sämtliche in Betracht kommenden Ansprüche auch gegen nicht von den Insolvenzverfahren betroffenen Anspruchsgegner (wie z.B. Vermittler-Haftungsdach Infinus AG, Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer und Inhaber der Infinus-Gesellschaften). Bereits im Jahr 2012 haben wir die Bilanzen der Future Business-Gruppe geprüft und haben dort Unregelmäßigkeiten festgestellt.

 

Die Abwicklung der Insolvenzverfahren wird – nach Angaben der Insolvenzverwalter – noch Jahre dauern. Aus diesem Grund ist es den geschädigten Anlegern nicht möglich den Ausgang der Insolvenzverfahren abzuwarten, da bis dahin Schadensersatzansprüche gegen die maßgeblichen Akteure wohl zum Teil bereits verjährt wären.

 

Für zahlreiche geschädigte Anleger konnten wir bereits Arrestbeschlüsse beim Landgericht Dresden erwirken.

 

  • Nachdem nunmehr u. a. die Insolvenzverfahren über das Vermögen der
  • INFINUS AG Ihr Kompetenz Partner (532 / 548 IN 2300/13)
  • INFINUS AG Finanzdienstleistungsinstitut (531 IN 430/14) (Haftungsdach des Vertriebes)
  • Future Business KG aA (532 IN 2257/13)
  • PROSAVUS AG (532 IN 2258/13)
  • ecoConsort AG (531 IN 2320/13)
  • valueConsort AG (532 IN 2323/13)

 

eröffnet wurden, wird den geschädigten Anlegern geraten, Ansprüche prüfen und gegebenenfalls in den Insolvenzverfahren anmelden zu lassen; um sich so die Quote im Insolvenzverfahren zu sichern.

 

Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat in der Vergangenheit zahlreiche geschädigte Anleger erfolgreich in Insolvenzverfahren diverser Finanzgesellschaften sowie gegenüber Vermögensschadendshaftpflichtversicherungen vertreten und gehört zu den erfahrensten Anlegerkanzleien in Deutschland.

 

Die Kosten unserer Tätigkeit hängen ua von der Höhe Ihrer Beteiligung ab .Melden Sie sich unverbindlich bei uns, wir werden Ihnen einen Vorschlag für das weitere Vorgehen unterbreiten.

 

In der Versammlung vom 13.05.2014 sollte ein Herr Rechtsanwalt Glöckner als gemeinsamer Vertreter der Orderschuldverschreibungsgläubiger zur Wahl stehen. In dem Schreiben des Insolvenzverwalters vom 03.04.2014 wurden die Anleger fälschlicher Weise darüber informiert, dass nur dieser gemeinsame Vertreter deren Rechte wahrnehmen könne.Dies ist falsch , das Gesetz stellt es den Anlegern frei , ob sie einen Gemeinsamen Vertreter wollen.  Herr Rechtsanwalt Glöckner war  derjenige, der im November 2013 den Insolvenzantrag gestellt (!) und Herrn Rechtsanwalt Dr. Kübler als Insolvenzverwalter vorgeschlagen hat.  Die Gläubiger fühlten sich durch das Schreiben vom 03.04.2014 getäuscht und lehnten einhellig die Wahl des Herrn Rechtsanwalt Glöckner als gemeinsamen Vertreter ab. Rechtsanwalt Borowski von der Kanzlei Mattil stellete einen Befangenheitsantrag gegen die anwesende Rechtspflegerin. Ein herbeigerufener Richter des Amtsgerichts Dresden beendete sodann die unwürdige Veranstaltung.

 

Anlegern empfehlen wir nochmals, Herrn Rechtsanwalt Glöckner erteilte Vollmachten zu widerrufen. Das entsprechende Widerrufsformular finden sie hier.

 

Kontaktbogen für geschädigte Anleger.

 

Kontakt:

 

Mattil & Kollegen
Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht
Thierschplatz 3
80538 München
Telefon: 089 242938-0
Telefax: 089 242938-25
E-Mail: mattil(@)mattil.de

Kiener/K1/X1

AKTUELLES: Der Rechercheverbund um die Süddeutsche Zeitung fand im Zusammenhang mit den Panama Papers heraus, dass auch Helmut Kiener über die Kanzlei Mossack Fonseca Briefkastenfirmen  gegründet hat. Es besteht die Vermutung, dass Helmut Kiener die im Rahmen seines Anlagebetruges erlangten Gelder (über EUR 300 Mio.) über Offshore- Firmen versteckt hat. Die Verfolgung der Vermögenswerte von Herrn Kiener ist Aufgabe des Insolvenzverwalters, bei dem wir für unsere Mandanten die Schadensersatzforderungen angemeldet haben. Sollten Sie bislang Ihre Forderung nicht angemeldet haben, ist absolute Eile geboten. Es gilt eine  maximale Verjährungsfrist, die taggenau 10 Jahre später, also z.B. bei einer Zeichnung am 20.04.2006 am 20.04.2016, abläuft.


Die Kanzlei Mattil hat zunächst Ende 2010 Arrestbeschlüsse gegen Herrn Kiener erwirkt und dessen Vermögen zu Gunsten der Mandanten gepfändet.

 

Im Herbst 2011 wurde zudem bekannt, dass die Staatsanwaltschaft einen zweistelligen Millionenbetrag eines Mittäters des Herrn Kiener beschlagnahmt hat. Die Kanzlei Mattil hat auch diesbezüglich Arrestbeschlüsse erwirkt, mit denen die Millionen zu Gunsten ihrer Mandanten gepfändet wurden. Es handelt sich um Kontoguthaben in Höhe von mehreren Millionen Euro und mehrere Grundstücke.

 

Andere Kanzleien, die keine Arrestpfändungen für ihre Mandanten erwirkt haben, haben nun Insolvenzantrag bezüglich des Vermögens des Mittäters eingereicht. Dieses Insolvenzverfahren halten wir für sinnlos und nicht im Interesse der Mandanten.  Wie in vielen anderen Fällen auch, war die Kanzlei Mattil hier die einzige, die Vermögen zu Gunsten ihrer Mandanten sichern konnte.

Langbar Action Group

Die "Langbar Action Group" veröffentlicht Aufrufe an alle Langbar-Aktionäre, sich der Action Group (einer Art Sammelklage) anzuschließen. In England wird ein entsprechendes Entschädigungsverfahren vorbereitet.
Bei der Firma Langbar handelt es sich um ein auf den Bermudas registriertes und bis Oktober 2005 in Großbritannien und Deutschland an der Börse gehandeltes Unternehmen bzw. Wertpapier. Langbar behauptete, einen Net-Asset-Value von 365 Mio. Britischen Pfund zu besitzen, die in Bankgarantien, Zertifikaten und festverzinslichen Wertpapieren angelegt sein sollten. Langbar war damit die größte so genannte Cashshell an der Londener AIM (Alternative Investment Market). Bis Herbst letzten Jahres stiegen die Umsätze an der Londoner Börse auf über 20 Mio. Aktien pro Tag. Im Oktober wurde dann bekannt, dass der Vorstand einen Großteil seiner Aktien verkauft hatte und die behaupteten Vermögenswerte nicht vorhanden waren. Gegen die Vorstände sowie weitere Personen wurde ein Verfahren wegen Betrugs und anderer Delikte eingeleitet. Die geschädigten Aktionäre sollen entschädigt werden. Für die deutschen Anleger ergibt sich das Problem, dass die in Deutschland gehandelten Aktien nicht im Aktionärsregister verzeichnet sind. Möglicherweise haben deutsche Anleger nur Derivate oder Zertifikate. Für die Beteiligung an dieser Sammelklage ist der Nachweis des Aktienerwerbs erforderlich. Ob und welche Möglichkeiten deutsche Anleger, die keine registrierten Aktien besitzen, zur Rechtsverfolgung haben, prüft die Kanzlei mit ihren Kollegen in London.
Aufgrund der Ansprüche gegen die Gesellschaft wird ein Insolvenzverfahren unvermeidlich sein, es sei denn, die betroffenen Aktionäre stimmen einem "Scheme of Arrangement" zu. Die Firma Langbar hat bereits eine "Freezing Order" - eine Art einstweilige Verfügung - in das Vermögen des früheren Direktors Rybak erwirkt. Nach Section 425 des Company's Act können die Gesellschafter mit Dreiviertelmehrheit die Gesellschaft ermächtigen, die Ansprüche für alle Aktionäre geltend zu machen.

Lehman Brothers

Fast ein Jahr nach dem spektakulären Zusammenbruch des US-amerikanischen Bankenhauses Lehman Brothers liegen die ersten obsiegenden, aber auch klageabweisende Urteile gegen die Berater/Vermittler vor; die anlageberatenden Banken bieten teilweise Kulanzlösungen und Vergleiche an; Fristen für die Anmeldung der Anlegerforderungen im amerikanischen Insolvenzverfahren sind gesetzt.
Im Hinblick auf die Erfolgsaussichten des rechtlichen Vorgehens kommt es aber immer auf die im Einzelfall erfolgte individuelle Beratung an, sodass diese für jeden Anleger gesondert überprüft werden sollte. 
Die Kanzlei Mattil & Kollegen nimmt diese Prüfung gerne vor, hat bereits Klagen für geschädigte Anleger bei Gericht eingereicht und unterstützt bei der Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren.

Leipzig-West AG

Etwa 30.000 Anleger haben in Anleihen der Gesellschaft investiert. Die fälligen Anleihen werden jedoch nicht bedient. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Insolvenzverschleppung. Die Kanzlei prüft, ob Ansprüche gegen die Gesellschaft und/oder die Verantwortlichen persönlich geltend gemacht werden können.
Die Gesellschaft hat am 20.06.2006 Insolvenz angemeldet.
Die Gesellschaft gab Inhaber-Schuldverschreibungen an bis zu 30.000 Anleger aus.
Die Leipzig-West AG hatte seit 1999 Sparer mit hohen Zinsversprechen angeworben. Die Gesellschaft stand seit längerem auf den Warnlisten der Stiftung Warentest/Finanztest. Die Verbindlichkeiten aus Schuldverschreibungen belaufen sich auf über 250 Mio. Euro. Offensichtlich bestand ein Schneeballsystem, das jetzt zusammengebrochen ist. Anleger können ihre Ansprüche im Insolvenzverfahren anmelden, das allerdings nur die Leipzig-West AG betrifft. Nicht berührt sind Ansprüche gegen die Geschäftsleitung und die Initiatoren der Gesellschaft, die außerhalb des Insolvenzverfahrens auf deliktischer Grundlage (Betrug, Insolvenzverschleppung) geltend gemacht werden können.
Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters können die geschädigten Anlegergläubiger allenfalls auf eine geringe Rückzahlung hoffen. die Verbindlichkeiten der Gesellschaft betragen 311 Mio. Euro, denen Vermögenswerte in Höhe von 48 Mio. Euro gegenüberstehen. Enge Verbindungen bestehen zur Düsseldorfer DM Beteiligungen AG. Zahlungsflüsse soll es auch in die Schweiz geben.

Madrixx AG

Die Madrixx AG gab an Anleger Genussrechte aus. Die Gesellschaft befindet sich seit Dezember 2006 in der Insolvenz. Nach einer Darstellung des Marktes für REITS versprach der Prospekt festgelegte Zinsausschüttungen und ein Kapitalabsicherungsangebot. Im Prospekt war die Rede von Immobilienkäufen und -verkäufen unter Angabe präziser Zahlen. Die Gesellschaft hat aber wohl keinerlei Geschäftstätigkeit ausgeübt. Im Prospekt befanden sich Bilanzen mit "Kontennachweisen für die Jahre 2007 und 2008"! Nach Ansicht der Kanzlei besteht der dringende Verdacht des Kapitalanlagebetrugs, sodass Anleger rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten.

Morgan Stanley P2 Value und andere offene Immobilienfonds

Die Kanzlei vertritt Anleger, die gegebenenfalls Schadensersatzansprüche geltend machen möchten. In Betracht kommen Ansprüche gegen den Berater/Vermittler, der die Anteilsscheine angeboten hat, gegen die Prospektherausgeber sowie die Kapitalanlagegesellschaft selbst.
Ein Berater ist verpflichtet, den Kunden über alle Risiken zu informieren, die mit der Anlage verbunden sein können. Hierzu gehört insbesondere die Möglichkeit der Aussetzung der Rücknahme von Anteilsscheinen und die Abwertung des Immobiliensportfolios und die damit verbundene Verminderung des Rücknahmepreises.
Auch der Prospekt muss auf die Möglichkeit der Aussetzung der Rücknahme und der Abschläge nach Neubewertung deutlich hinweisen. Wenn diese Informationen fehlen, kommen Prospekthaftungsansprüche in Betracht.
Zu beachten ist, dass sowohl die Ansprüche gegen Vermittler als auch aus der Prospekthaftung einer Verjährung unterliegen.

Prokon

Die PROKON Regenerative Energien hat Insolvenz angemeldet. Anleger können ihre Forderung zunächst nur im Insolvenzverfahren anmelden und auf eine Quote hoffen. Die Genussrechte sind nach den vertraglichen Vereinbarungen nachrangig. Wir empfehlen den Genussrechtsinhabern, Forderungen nicht nur aus dem Genussrecht anzumelden, sondern auch Schadensersatzansprüche aus Prospekthaftung und möglicherweise Insolvenzverschleppung und Kapitalanlagebetrug. Ein Schadensersatzanspruch ist eine „normale“ Insolvenzforderung und nicht nachrangig. Aus einem, der Kanzlei Mattil vorliegenden Schriftwechsel zwischen der BaFin und der PROKON-Gruppe ist ersichtlich, dass die geschlossenen Fonds PROKON New Energy rückabgewickelt werden mussten, die PROKON das dafür benötigte Geld aber aus dem Genussrechtskapital der PROKON Regenerative Energien nehmen wollte. Die BaFin hat spätere Prospekte (2010 und 2013) genehmigt, obwohl diese Umstände in den Prospekten verschwiegen wurden. Die Kanzlei Mattil kann hierzu nähere Informationen liefern.

 

Mit dem Versprechen von Top-Renditen durch Öko-Fonds hatte die Fa. Prokon nach eigenen Angaben über 1,2 Milliarden € eingeworben, indem ca. 75.000 Anlegern sog. Prokon-Genussrechte verkauft wurden. Es besteht der Verdacht, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt. Um nun ihre Rechte zu sichern sollten Prokon-Anleger schnell handeln und dringend anwaltlichen Rat zur Durchsetzung ihrer Schadensersatzansprüche einholen.

 

ProRendita Eins GmbH & Co. KG
ProRendita Zwei GmbH & Co. KG
ProRendita Drei GmbH & Co. KG
ProRendita Vier GmbH & Co. KG
ProRendita Fünf GmbH & Co. KG

 

An den Fonds haben sich tausende Anleger beteiligt. Die Fondsgesellschaften investieren in britische Kapitallebensversicherungen. Die Verkaufsprospekte versprachen eine jährliche Gutschrift und einen Schlussbonus am Ende der Laufzeit. Die Policen sollten zunächst erworben und mit Gewinn weiterverkauft werden. Das Konzept ging nicht auf, mit einer Erholung der „Marktverhältnisse auf dem Zweitmarkt“ könne nicht gerechnet werden.

 

Die Kanzlei Mattil vertritt Anleger vieler Lebensversicherungsfonds, die seit 2003 auf den Deutschen Markt kamen. Bislang sind alle diese Fonds, die man nur als Experiment zu Lasten der Anleger bezeichnen kann, gescheitert. Die Initiatoren verfügen über keine positiven Erfahrungen und keine Leistungsbilanzen. Die Anleger sollten daher ihre Ansprüche geltend machen, bevor eine mögliche Verjährung eintritt.

RBS Zertifikate

Die Kanzlei MATTIL prüft Schadensersatzansprüche in Form der Rückabwicklung des Erwerbes der Zertifikate. Die Wirtschaftswoche berichtete darüber am 8.3.2016.

SEB AG

Die SEB AG leistet keine Zahlungen aus den Homm Zertifikaten, obwohl diese seit Dezember 2007 fällig sind. Eine Marktstörung liegt nach Ansicht der Kanzlei nicht vor, vorsorglich werden aber Prospekthaftungsansprüche geltend gemacht, da der Prospekt hinsichtlich der Abrechnung unklar und willkürlich ist. Im Falle der Geltendmachung von Prospekthaftungsansprüchen ist der Anleger so zu stellen, als wenn er das Zertifikat nicht erworben hätte (Zahlung des Kaufpreises). Achtung: Die Prospekthaftungsansprüche unterliegen einer kurzen Verjährung.

SHB Capital Inc.

China Voice Holding Corp.
Integrated Biodiesel Industries Ltd.
Biomoda Inc.
Pharma Holdings Inc.
World Energy Solutions Inc.
Revolutions Medical Corp.
Earthsearch Communications Inc.
Essential Innovations Technology Corp.

 

Am 03.02.2009 hat die SEC vor dem Bundesbezirksgericht Chicago Klage gegen Stefan Benger und weitere Personen erhoben. Die Beklagten hatten seit März 2007 sogenannte Penny Stocks, die an keinem geregelten Markt gehandelt werden und deren Wert nur wenige Cent betragen, an mehr als 1.400 europäische Privatanleger verkauft und hierfür Provisionen von bis zu 66 % erhalten. Den Anlegern wurden die Provisionsanteile, die in den Aktienpreis eingerechnet waren, nicht offengelegt, so dass die Anleger über den tatsächlichen Wert der erworbenen Wertpapiere in betrügerischer Weise getäuscht wurden. Auch wurde den Anlegern verschwiegen, dass die erworbenen Aktien nicht verkehrsfähig und damit wertlos sind. Die Beklagten haben auf diese Weise rund 44 Mio. Dollar aus den vermeintlichen Anlegergeldern erhalten.
Die SEC hat beantragt, dass alle aus den Verkäufen stammenden Gelder an geschädigte Anleger herauszugeben sind.

SMP AG

Gegen die Verantwortlichen der SMP AG aus Gumpertsreuth wird wegen Betrugverdachts ein Ermittlungsverfahren geführt. Die Staatsanwaltschaft hat Verhaftungen und Durchsuchungen vorgenommen. Tausende von Anlegern erwarben Genussrechte, die nun wohl völlig wertlos sind. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bestellt.
Zwischenzeitlich liegen Unterlagen vor, insbesondere ein fundiertes Gutachten, wonach die Wirtschaftsprüfer der SMP AG tatkräftig Unterstützung bei der Täuschung der Anleger leisteten. Die in der Kanzlei vertretenen Anleger beabsichtigen daher, eine entsprechende Klage gegen die Wirtschaftsprüfer einzureichen.

Volkswagen AG (WKN 77403)

Eckdaten:

Im Dieselmotor mit der Typbezeichnung EA 189 setzt VW eine Software ein, die den Ausstoß schädlicher Abgase (Stickoxide und CO2) auf dem Prüfstand reduziert. Im normalen Straßenbetrieb ist der Abgasausstoß deutlich höher und überschreitet die erlaubten Grenzwerte.

18.09.2015: US- Umweltamt EPA teilt mit, dass VW eine Software zur Manipulation der Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen eingesetzt habe
20.09.2015: VW räumt Abgas- Manipulationen in den USA ein
23.09.2015: VW- Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn tritt zurück
28.09.2015: Staatsanwaltschaft Braunschweig nimmt Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges auf
15.10.2015: Kraftfahrtbundesamt ordnet Rückruf an
28.10.2015: Quartalsverlust VW 1,7 Mrd. € im dritten Quartal 2015
09.11.2015: VW bietet US- Kunden Entschädigung in Höhe von umgerechnet bis zu 1.150 € an19.11.2015: keine finanzielle Entschädigung in Deutschland geplant
25.11.2015: VW stellt Nachbesserungsplan für Deutschland vor
04.01.2016: Klage des US- Justizministeriums gegen Volkswagen wegen Verstoßes gegen das Luftreinheitsgesetz
12.01.2016: VW-Rückrufplan wird in den USA nicht genehmigt
(...)

Schadensersatzanspruch für Aktionäre:

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz steht Inhabern von VW-Aktien ein Schadensersatzanspruch gegen die Volkswagen AG zu. Hintergrund ist, dass die Volkwagen AG bzw. deren Vorstand die Aktionäre zu spät über die Software-Manipulationen am Dieselmotor EA189 informiert hat. Die öffentliche Information der Volkswagen AG am 18.09.2015 führte zu einem dramatischen Kurssturz. Dieser Kurssturz beläuft sich bei der VW-Vorzugsaktie im Vergleich der Werte am 18.09. und 22.09.2015 auf EUR 61,80 pro Aktie. Diesen Betrag bezeichnet man im Rahmen des Schadensersatzanspruches nach dem Wertpapierhandelsgesetz als Kursdifferenzschaden, den derjenige Aktionär, der die Aktien nicht veräußern will, von der AG ersetzt verlangen kann.

Daneben bestehen auch Schadensersatzansprüche gegen die Volkswagen AG und deren Entscheidungsträger nach den deutschen Deliktsnormen (§ 826 und § 823 Abs. 2 BGB). Entsprechend einer Entscheidung des Landgerichts Hildesheim vom 17.01.2017 bzgl. einer Schadensersatzklage eines Skoda- Eigentümers ist der Vorsatz bei einem derart verwerflichen Verhalten zu vermuten. Der Vorsatz der maßgeblichen Entscheidungsträger - Martin Winterkorn (ehemaliger Vorstandsvorsitzender), Hans-Dieter Pötsch (ehemaliger VW-Finanzchef, neuerdings Aufsichtsratsvorsitzender) und auch Herbert Diess (VW-Markenvorstand) – kann aufgrund der Ermittlungsergebnisse insbesondere der US-amerikanischen Behörden, die bereits bekannt wurden, auch konkret dargelegt werden.

Fristen:

Für diejenigen Aktionäre, die den Wertpapierkauf vor dem 10.07.2015 getätigt haben, lief hinsichtlich des Schadensersatzanspruchs nach dem Wertpapierhandelsgesetz eine sehr kurze, einjährige, Verjährungsfrist. Diese Frist begann mit der Medienberichterstattung über die Software-Manipulationen am 18.09.2015 und lief am 18.09.2016 ab. Wer im Zeitraum zwischen dem 10.07.2015 und 17.09.2015 Aktien erworben hat, für den gilt die allgemeine zivilrechtliche Verjährungsfrist von drei Jahren, die mit Ablauf des Jahres 2015 begann. .

Der Schadensersatzanspruch aufgrund der Deliktsnormen des BGB verjährt ebenfalls nach den allgemeinen zivilrechtlichen Regeln.

Kapitalanlegermusterverfahren:

Das Landgericht Braunschweig hat einen Vorlagebeschluss nach dem Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) erlassen. Das Oberlandesgericht Braunschweig hat am 08.03.2017 den Musterkläger bestimmt. Nun können die Ansprüche der einzelnen Aktionäre in diesem Verfahren über einen Rechtsanwalt angemeldet werden. Das Oberlandesgericht Braunschweig wird im KapMuG- Verfahren einheitlich über die Anspruchsvoraussetzungen der Aktionäre gegen die Volkswagen AG entscheiden.

Die Kanzlei Mattil hat Schadensersatzklagen gegen die Volkswagen AG eingereicht und vertritt Musterverfahrens- Beteiligte. Die Kanzlei Mattil ist seit mehr als 20 Jahren auf die Durchsetzung von Verbraucherrechten spezialisiert. Hauptsächlich werden Ansprüche von geschädigten Kleinanlegern gegen Banken, Emittenten, Fonds- Treuhänder etc. geltend gemacht. Mit Masseverfahren und der außergerichtlichen bzw. gerichtlichen Bündelung von Ansprüchen geschädigter Verbraucher kennen wir uns aus. Wir haben als erste Kanzlei erfolgreich ein Kapitalanlegermusterverfahren durchgeführt (OLG München, 30.12.2011, KAP 1/07).

Weitere Informationen erhalten Sie gerne von RAin Nicola

nicola(@)mattil.de

Telefon: 089/242938-0

Fax: 089/242938-25

Zertifikate

SEB AG: Die Bank hat Zertifikate, bezogen auf die von Herrn Florian Homm gemanagten Hedgefonds ausgegeben. Die Zertifikate wurden im Oktober 2007 vorzeitig gekündigt, trotz Fälligkeit im Dezember aber nicht ausbezahlt. Die SEB AG beruft sich auf eine „Marktstörung“ und vertröstet die Anleger auf Ende des Jahres 2008. Nach Ansicht der Kanzlei ist dieses Vorgehen willkürlich und inakzeptabel. Eine sogenannte Marktstörung kann nicht von Dauer sein. Die Anleger haben Anspruch auf eine Abrechnung zum Fälligkeitstermin, gegebenenfalls muss der Zertifikatewert anhand des letzten feststellbaren Kurses ermittelt werden. Die SEB AG hätte die Zertifikate nicht kündigen dürfen, wenn sie der Meinung ist, dass ihr eine Wertfeststellung nicht möglich ist. Die Zertifikateinhaber werden sich gegen die Willkür zur Wehr setzen und die Auszahlung ihres Guthabens verlangen. Die SEB AG leistet keine Zahlungen aus den Homm Zertifikaten, obwohl diese seit Dezember 2007 fällig sind. Eine Marktstörung liegt nach Ansicht der Kanzlei nicht vor, vorsorglich werden aber Prospekthaftungsansprüche geltend gemacht, da der Prospekt hinsichtlich der Abrechnung unklar und willkürlich ist. Im Falle der Geltendmachung von Prospekthaftungsansprüchen ist der Anleger so zu stellen, als wenn er das Zertifikat nicht erworben hätte (Zahlung des Kaufpreises). Achtung: Die Prospekthaftungsansprüche unterliegen einer kurzen Verjährung.

Lehman Brothers: Viele Anleger müssen nun feststellen, dass ihre Zertifikate so viel wert sind wie die Bonität des Emittenten. Der Fall Lehman Brothers hat dies besonders deutlich gemacht. Die Zertifikate-Inhaber können ihre Ansprüche in dem Insolvenzverfahren der Lehman Brothers Holdings AG sowie gegenüber der US-Entschädigungsbehörde vorsorglich geltend machen. Gegebenenfalls kommt auch eine Vermittlerhaftung in Betracht, sofern Informations- oder Aufklärungspflichten verletzt wurden.
Zu Zertifikaten siehe: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 31.01.2008 (auf dieser Homepage unter „Die Kanzlei in Medien“) und der Artikel in der Fachzeitschrift „Wertpapiermitteilungen“ 18/2007 (auf dieser Homepage unter „Veröffentlichungen“).

Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat bereits im Juni 2007 – zu einem Zeitpunkt, als das Thema Zertifikate noch von niemandem als Problem erkannt wurde – in mehreren Schreiben an Abgeordnete und Fachministerien darauf hingewiesen, welche Sprengkraft das Produkt Zertifikate aufweist und dass gesetzgeberische Maßnahmen erforderlich erscheinen. Die Problematik wurde zwar von einigen Abgeordneten aufgegriffen, jedoch erfolgten keine Konsequenzen auf gesetzgeberischer Ebene.

Verfassungsbeschwerde – Zertifikate
Frau Hannelore S. erwarb auf Empfehlung ihrer Hausbank Zertifikate u. a. der Lehman Brothers. Über die Risiken wurde sie nicht aufgeklärt – sie hielt die Zertifakte für eine sichere Kapitalanlage. Aufgrund der Insolvenz der Lehman Brothers sind die Papiere wertlos. Frau S. wurde falsch beraten und hat einen Großteil ihrer Ersparnisse verloren. Frau S. ist 68 Jahre alt und Rentnerin.

Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FmstG) sieht drei Maßnahmen der Bankenstabilisierung vor: die Rekapitalisierung, Gewährung von Bürgschaften/Garantien sowie die sog. Risikoübernahme. Die Risikoübernahme beinhaltet die Möglichkeit der Bankinstitute, ihre "Risikopositionen" (also wertlose oder im Wert gefallene Wertpapiere) an einen Sonderfonds zu verkaufen. Frau S. und 50.000 weitere Lehman-Anleger haben diese Möglichkeit nicht. Sie müssen ihren Verlust selbst tragen.

Nach Ansicht der Kanzlei verstößt das Gesetz, insbesondere § 8 (Risikoübernahme) gegen Art. 3 des Grundgesetzes (GG). Art. 3 GG verlangt, dass der Gesetzgeber vergleichbare Sachverhalte gleich behandelt. Ein Gesetz, das den Gleichheitsgrundsatz verletzt, benötigt eine besondere Rechtfertigung. Diese liegt nach Ansicht der Kanzlei nicht vor. Frau S. möchte genau so behandelt werden wie die Banken: Sie will ihre Risikoposition – wertlose Papiere, die ihre Existenz gefährden – an den Staat verkaufen dürfen.