Fidentum / Lombardium - Pfandleihhausfonds

Staatsanwaltschaft durchsucht Geschäftsräume

Fidentum-Fonds / Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG / Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG, Lombardium

Am 14.06.2016 hat die Staatsanwaltschaft Hamburg die Geschäftsräume der Firmen um das Hamburger Pfandleihhaus Lombardium wegen des Verdachts eines Anlagebetrugssystems durchsucht. 

Bereits seit geraumer Zeit hegten die Anleger der Pfandleihausfonds-Modelle Schroeder Lombard, Lombard Plus, Lombard Classic, Lombard Classic 2 und Lombard Classic 3 den Verdacht, dass die Anlegergelder, die über die Fondsgesellschaften Erste Oderfelder GmbH & Co. KG sowie die Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG eingesammelt wurden, zweckwidrig verwendet wurden.

Das über stille Beteiligungen an den o.g. Gesellschaften eingesammelte Kapital der Anleger sollte durch Kreditvergabe an das Pfandleihhaus Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG angelegt werden. Die Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG wiederum vergab Pfandkredite durch Beleihung hochwertiger Vermögensgegenstände wie Motoryachten, Kunstgegenstände, Schmuckstücke, Edelsteine, Uhren an Dritte. Außerdem belieh sie Inhabergrundschuldbriefe und Inhaberaktien. 

In die Schlagzeilen waren die Pfandleihhausfonds bereits im Dezember 2015 geraten, als die Bundesanstalt für Dienstleistungsaufsicht (BaFin) dem Pfandleihhaus Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG den Betrieb des Kreditgeschäftes untersagte, da die Firma nicht über die erforderliche Erlaubnis der BaFin verfügte. Für das Pfandleihhaus Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG wurden mit den Fonds Erste Oderfelder GmbH & Co. KG und Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG Anlegergelder in zweistelliger Millionenhöhe eingesammelt.  Die Beteiligungsmodelle wurden der Firma Fidentum GmbH entwickelt, über deren Vermögen  bereits im Dezember 2015 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.   

Anfang Mai erfuhren die Anleger nun, dass der angebliche Wert der insgesamt für die Fonds vorhandenen Pfandgegenstände tatsächlich nicht ca. 250 Mio. € beträgt (bei angeblich ausgereichten Darlehen von 114 Mio. €), wie gegenüber den Anlegern laut Pfandlisten der Fonds vom 4.8.2015 von der Treuhänderin noch behauptet, sondern dass die Bewertung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nun einen tatsächlichen Wert von lediglich 13,6 bis 19,0 Mio. € (!) ergeben habe.  

Die Anleger werden derzeit zudem per gerichtlichen Mahnbescheiden von der Fondsgeschäftsführung auf die Rückzahlung von Ausschüttungen  in Anspruch genommen. Wir halten die Ausschüttungs-Rückforderung für unberechtigt.  

Anleger der o.g. Fonds (stille Gesellschafter) sollten möglichst rasch Rechtsrat einholen. Unsere Kanzlei vertritt bereits zahlreiche Anleger dieser Fonds und geht gegen die tatsächlichen Hintermänner, Propektverantwortlichen und Funktionsträger des Fonds vor.  Die Anleger haben einen Anspruch auf Ersatz des vollen ihnen entstandenen Schadens.  

Anlagemodelle der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG waren: Schroeder Lombard, Lombard Plus, Lombard Classic, Lombard Classic 2, Lombard Classic 3  

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