Lebensversicherung mit Darlehen

Tausenden von Anlegern wurden Lebensversicherungen – meist der Clerical Medical oder der Scottish Mutual – verbunden mit einer Darlehensaufnahme angeboten. Die Initiatoren solcher sogenannter Kapitalanlagen verschwiegen aber die damit verbundenen Risiken. Die finanzierende Bank behielt sich nämlich die Bewertung der Lebensversicherungspolice vor und forderte bei einer Unterdeckung zusätzliche Sicherheiten, die meist nicht beigebracht werden können. In einem aktuellen Fall hatte der Anleger eine Lebensversicherung bei der Clerical Medical erworben und dafür ein Darlehen in Höhe von 738.000,00 Euro aufgenommen. Der Anleger musste dann feststellen, dass der Wert der Police nur 350.000,00 Euro beträgt. Die Rentenzahlungen aus der zugleich abgeschlossenen Lebensversicherung bei der Alten Leipziger wurden reduziert, sodass die Zinsen der darlehensgebenden Bank nicht mehr bedient werden können. Anleger können Schadensersatzansprüche gegen die Vermittler solcher Modelle geltend machen, da in den der Kanzlei bekannten Fällen auf die erheblichen Risiken nicht deutlich hingewiesen wurde. Ansprüche können zudem gegen die Lebensversicherung sowie die finanzierende Bank geltend gemacht werden, da die fehlerhafte Beratung auf die Beteiligten des Anlagemodells durchschlägt.

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