Mantel & Sohn internationaler Lizenzhandel KG

Die Mantel & Sohn internationaler Lizenzhandel KG, die in der Münchner Maximilianstraße geschäftsansässig ist, bietet seit 1997 Beteiligungen an sog. „Seed-Geschäften“ an. Es handelt sich dabei um außerbörsliches Beteiligungskapital („Private Equity“), das hauptsächlich für junge, nicht börsennotierte, technologieorientierte Unternehmen („Start-Ups“) eingesammelt wird. Seed-Geschäfte haben in der Finanzierung von Start-Ups das höchste Risiko, weil kein fertiges Produkt vorliegt und der mögliche kommerzielle Erfolg nur sehr schwer schätzbar ist. Die Firma Mantel & Sohn bietet seit 1997 Seed-Geschäfte mit den Bezeichnungen „01-20 Seed-Metä“, „21 SKV“, „1.1 bis 1.4“ und „22-37 Seed“ an. Die Laufzeit sollte dabei jeweils nur zwischen 24 und 36 Monaten betragen. Auf das Kündigungserfordernis zum Laufzeitende wurde meist nicht gesondert hingewiesen. Gegenstand der Seed-Geschäfte der Firma Mantel & Sohn sollten z. B. ein besonders hochwertiges Olivenöl, erneuerbare Energien, Kommunikation aber auch medizinische Geräte sein. Die Seed-Geschäfte sollten durch mind. ein sog. Challenger (engl. für Ersatz)-Projekt abgesichert sein. Die Firma Mantel & Sohn beanspruchte für sich selbst eine Gewinn-Bilanz seit 1997 mit Werten zwischen 42 und 200 %.

Seit spätestens 2008 führte keines der Seed-Geschäfte der Firma Mantel & Sohn mehr zu einem Gewinn für die Anleger.

Seit 2010 wurden die Anleger für die verschiedenen Seed-Geschäfte regelmäßig darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Lizenz-Geschäftspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkamen, dass der Verdacht gesetzeswidriger Handlungen bestand und behördliche Ermittlungen durchgeführt wurden. Zum Teil wurden hier Umschichtungen in andere Seed-Geschäfte angeboten, um vermeintliche Verluste für die Anleger zu verhindern.

Aktuell laufen bereits strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts des Anlagebetruges (Verdacht des Betriebs eines Schneeballsystems) gegen die Verantwortlichen der Firma Mantel & Sohn sowie der Firma Lionelle GmbH, die bei einem Seed-Geschäft als Geschäftspartner für Olivenöl fungierte.

Die Kanzlei Mattil & Kollegen prüft derzeit Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Darstellung der Risikofaktoren einer entsprechenden Investition. Darüber hinaus werden sämtliche zivilrechtlichen Möglichkeiten zur Sicherung von Schadensersatzansprüchen gegenüber den Verantwortlichen der Firma Mantel & Sohn sowie deren Geschäftspartnern durchgeführt.

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