OwnerShip V GmbH & Co. KG

Im Dachschiffsfonds OwnerShip V GmbH & Co. KG befinden sich zwei der drei Schiffsfondsgesellschaften in starken wirtschaftlichen Schwierigkeiten. In einer kurzfristig einberufenen Gesellschafterversammlung stimmten über 70 % der Gesellschafter einem Maßnahmepaket zu, nach welchem bis zu 5 Mio. € nachzuschießen seien. Die Rettung aller Schifffondsgesellschaften des OwnerShip V dürfte zudem von der Unterstützungsbereitschaft der darlehensgebenden HSH Nordbank abhängen.

Anleger, denen ihre Beteiligung an einem Schiffsfonds als sichere Kapitalanlage ohne Hinweis auf die Möglichkeit eines Totalverlustes vorgestellt wurde, sollten ihre Anlage dringend rechtlich überprüfen lassen. 

Bezüglich des Schiffsfonds MS „K-BREEZE“ aus dem Emissionshaus OwnerShip liegen uns schriftliche Mitteilungen eines beratenden Bankinstituts  vor, nach welcher das Emissionshaus im Rahmen des Vertriebs eine Gesamtprovision von 23,2 % des einzuwerbenden Kommanditkapitals vereinnahmte. Alleine die mitteilende Bank erhielt nach ihren Angaben eine Provision von 13 %, über welche unsere Mandanten von dem beratenden Institut nicht aufgeklärt wurde. Diesbezüglich sehen wir gute Chancen auf Rückabwicklung der Beteiligungen aufgrund der aktuellen Kick-Back-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes wegen der von der Bank vereinnahmten Provisionen, aber auch aufgrund unzureichender Information über die Gesamtprovisionshöhe des Emissionshauses. Derzeit werden die ersten diesbezüglichen Klagen vorbereitet. Bei Beteiligungsabschluss im Jahr 2007 droht zum 31.12.2010 diesbezüglich erstmals Verjährung.  Es liegt nahe, dass Weichkosten in vergleichbarerer Größenordnung auch bei weiteren Fonds dieses Emissionshauses von diesem vereinnahmt wurden.

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