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Bloomfield AG/Rosenberg & Oppenfield AG, Zürich

In Zürich ist die Bloomfield AG ansässig, die bereits seit einigen Jahren mit aufdringlicher Telefonwerbung in Deutschland Kunden sucht. In den Vorgesprächen bezeichnet sich die Bloomfield AG als Börsenspezialist mit besten Verbindungen zu renommierten Brokerhäusern. In einem uns bekannten Fall hatte der so geworbene Kunde einen Betrag von etwa 1.200.000,00 DM zum Börsenhandel zur Verfügung gestellt. Innerhalb von 3 Monaten wurde das Konto auf Null reduziert. Bei Betrachtung der Kontoauszüge wurde festgestellt, dass das Konto mit exzessiven Kommissionen belastet wurde. Mit einer Gebührenbelastung von fast 900.000,00 DM (!) hatte der Kunde natürlich keine Chance, Gewinne zu erzielen. In den 3 Monaten hatte die Bloomfield AG über den von ihr beauftragten Broker das Kundenguthaben derart be"handelt", dass praktisch das gesamte Geld bei der Bloomfield AG verblieb. Und dies, obwohl dem Kunden vor Einzahlung schriftlich von der Bloomfield AG bestätigt wurde: "Bessere Konditionen finden Sie nirgendwo".
Die Staatsanwaltschaft Zürich führt Ermittlungen gegen die Verantwortlichen der Bloomfield AG wegen Betrugs und anderer Delikte. Anlegern wird geraten, sich an die Bezirksanwaltschaft Zürich zu wenden und Strafanzeige zu erstatten.
Auf den Kontoauszügen der Anleger wird eine Münchener Firma als "Your representative" angegeben, obwohl die Anleger mit dieser Gesellschaft keinerlei vertragliche Beziehung haben. Diese Gesellschaft erhält von dem amerikanischen Broker Rückzahlungen den den Kunden berechneten exzessiven Kommissionen. Auch dadurch wird deutlich, dass der Kunde von Beginn an keine Chance auf einen Gewinn hat und sein Kapital nur dazu dient, zwischen den beteiligten Gesellschaften aufgeteilt zu werden.
Die drei Verantwortlichen der Gesellschaft wurden am 11.09.2005 wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu Freiheitsstrafen verurteilt.

Bond & Future

Gegen die Verantwortlichen der Bond & Future wird seitens der Staatsanwaltschaft wegen Betruges und Verleitung zu Börsengeschäften ermittelt. Die Kundenguthaben wurden systematisch und planmäßig in eigene Einnahmen umgeschichtet, Gewinnaussichten bestanden von vornherein nicht. Die angelegten Kundenguthaben wurden nicht einmal an der Börse platziert. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakten liegen der Kanzlei bereits vor.

Göttler Finanz AG

Gegen die Verantwortlichen der Göttler Finanz AG ist ein Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Kleve anhängig. Aufgrund der uns vorliegenden Unterlagen ist davon auszugehen, dass die Kunden von vornherein keine Chancen hatten, Gewinne zu erzielen, da die Firma Göttler Finanz AG exzessiv hohe Kommissionen berechnete. Zwischenzeitlich liegt ein Gutachten vor, das den Vorwurf des "churning" (Kontenplünderung durch Gebühren) belegt. Die Anleger können daher Schadensersatzansprüche wegen Betrugs geltend machen.

Integral Finanz AG, Enettbaden, Schweiz

Seit einigen Jahren wirbt die Firma Integral Finanz AG in der Schweiz Kunden zur Geldanlage in Börsengeschäften an. Die uns bekannten Anleger erlitten erhebliche Verluste durch Kommissionen und weit überhöhte Gebühren. Wie sich im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen herausstellte, arbeitete die Firma Integral Finanz AG bzw. dessen Begründer mit einem Finanzdienstleister zusammen, an den das gesamte erhobene Disagio abgeführt und mit dem Kick-backs geteilt wurden. Falls überhaupt eine Platzierung der Kundengelder an der Börse stattfindet, werden die Kundenguthaben auf sog. Omnibus-Konten geführt. Für einige von uns vertretene Geschädigte haben wir Arrestbeschlüsse des Landgerichts München erwirkt. Das Gericht hat festgestellt, dass die Integral Finanz AG mit einem Geflecht undurchsichtiger Gesellschaften arbeitet, die offensichtlich nicht existieren und sich mit Scheinadressen der gerichtlichen Durchsetzung von Ansprüchen entziehen. Die Integral Finanz AG ist nach wie vor tätig.

Langbar Action Group

Die "Langbar Action Group" veröffentlicht Aufrufe an alle Langbar-Aktionäre, sich der Action Group (einer Art Sammelklage) anzuschließen. In England wird ein entsprechendes Entschädigungsverfahren vorbereitet.
Bei der Firma Langbar handelt es sich um ein auf den Bermudas registriertes und bis Oktober 2005 in Großbritannien und Deutschland an der Börse gehandeltes Unternehmen bzw. Wertpapier. Langbar behauptete, einen Net-Asset-Value von 365 Mio. Britischen Pfund zu besitzen, die in Bankgarantien, Zertifikaten und festverzinslichen Wertpapieren angelegt sein sollten. Langbar war damit die größte so genannte Cashshell an der Londener AIM (Alternative Investment Market). Bis Herbst letzten Jahres stiegen die Umsätze an der Londoner Börse auf über 20 Mio. Aktien pro Tag. Im Oktober wurde dann bekannt, dass der Vorstand einen Großteil seiner Aktien verkauft hatte und die behaupteten Vermögenswerte nicht vorhanden waren. Gegen die Vorstände sowie weitere Personen wurde ein Verfahren wegen Betrugs und anderer Delikte eingeleitet. Die geschädigten Aktionäre sollen entschädigt werden. Für die deutschen Anleger ergibt sich das Problem, dass die in Deutschland gehandelten Aktien nicht im Aktionärsregister verzeichnet sind. Möglicherweise haben deutsche Anleger nur Derivate oder Zertifikate. Für die Beteiligung an dieser Sammelklage ist der Nachweis des Aktienerwerbs erforderlich. Ob und welche Möglichkeiten deutsche Anleger, die keine registrierten Aktien besitzen, zur Rechtsverfolgung haben, prüft die Kanzlei mit ihren Kollegen in London.
Aufgrund der Ansprüche gegen die Gesellschaft wird ein Insolvenzverfahren unvermeidlich sein, es sei denn, die betroffenen Aktionäre stimmen einem "Scheme of Arrangement" zu. Die Firma Langbar hat bereits eine "Freezing Order" - eine Art einstweilige Verfügung - in das Vermögen des früheren Direktors Rybak erwirkt. Nach Section 425 des Company's Act können die Gesellschafter mit Dreiviertelmehrheit die Gesellschaft ermächtigen, die Ansprüche für alle Aktionäre geltend zu machen.

Schweizer Franken

Viele Investitionen und Verträge sind von der überraschenden Entscheidung der Nationalbank und des damit einhergehenden Kursanstieges des Schweizer Frankens betroffen. Die Kanzlei Mattil hat seit vielen Jahren Erfahrung mit Rechtfragen mit Bezug zur Schweiz. Aktuell vertreten wir Betroffene im Zusammenhang mit Devisengeschäften, Swaps- oder Darlehensverträgen auf Basis Schweizer Franken. Anfragen können Sie gerne an RA Mattil und/oder RA Borowski stellen (mattil(@)mattil.de borowski(@)mattil.de).